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F: Mein Bruder hat CF und er kämpft mit einigen düsteren Problemen - Depressionen. Ich benötige mehr Informationen darüber, wie wir ihm helfen können, mit diesen Depressionen umzugehen. Es wäre klasse, wenn Ihr etwas für mich habt!!
Leah, USA
A: Es tut mir leid, dass Dein Bruder unter Depressionen leidet. Er hat Glück, eine Schwester zu haben, die helfen möchte. Ermutige ihn, sich Hilfe zu suchen. Das ist der wichtigste Schritt, den Du unternehmen kannst. Depressionen sind ein komplexer Zustand mit vielfältigen Ursachen (biologische, soziale usw.). Die gute Nachricht ist aber, dass den meisten Männern und Frauen, die unter Depressionen leiden, durch Beratung, Verordnung von Medikamenten, Umstellung der Lebensweise oder einer Kombination dieser Möglichkeiten, geholfen werden kann.
Wenn Dein Bruder bereit ist, sich von einem Experten beraten zu lassen, kann sein CF-Arzt oder ein Teammitglied ihn an einen kompetenten Fachmann überweisen. Ist er ablehnend, unterstütze ihn weiter. Einige der vorherrschenden Symptome der Depression – Hoffnungslosigkeit, Angst, schwindende Energie, Schlafstörungen – tragen zur Abneigung, sich Hilfe zu suchen, bei. Außerdem denken einige, dass die Suche nach psychischer Behandlung bedeutet, sie seien „verrückt“.
Die Art und Weise, wie die Depressionen empfunden werden, ist zusätzlich je nach Geschlecht verschieden. Männer finden es schwer, in einer Gesellschaft um Hilfe zu fragen, in der Stärke und Selbstkontrolle zählen. Wenn die CF bereits seine körperliche Erscheinung (Gewicht, Trommelschlegelfinger, Größe usw.) oder seine Arbeitsfähigkeit beeinflusst hat, denkt Dein Bruder vielleicht, er könne den kulturellen Erwartungen nicht gerecht werden.
Hier sind ein paar weitere Möglichkeiten, wie Du Deinem Bruder helfen kannst:
1. Sag Deinem Bruder, dass Du um ihn besorgt bist und ermutige ihn, sich helfen zu lassen. Biete ihm an, Behandlungsmöglichkeiten in Erfahrung zu bringen und mit ihm hinzugehen, wenn er das möchte. Wenn er dies ablehnt, frag ihn nach seinen Gründen. Seine Antworten könnten Dir helfen, besser zu verstehen, wie er die Welt sieht.
2. Wenn Du Dir Sorgen machst, er könnte Suizid gefährdet sein, frag ihn danach. Wird eine depressive Person auf Selbstmord angesprochen, bedeutet dies nicht, dass dies einen Selbstmordversuch fördert. Hierfür gibt es keine Hinweise. Wird er in Bezug auf Suizid aktiv (hat einen Plan und die entsprechenden Mittel), solltest Du entsprechend der Rechtsprechung Deines Landes Schritte für eine Behandlung einleiten (sogar die unfreiwillige Einweisung in die Klinik).
3. Sei für ihn da. Lass ihn wissen, dass Du ihn liebst und bereit bist ihm zuzuhören, wenn er reden möchte.
4. Mach Dich mit dem Thema Depressionen vertraut. Ziehe Websites, Bücher und örtliche Ressourcen zu Rate. Über das Krankheitsbild Bescheid zu wissen hilft Dir, Deinen Bruder besser zu verstehen und es kann Dir zusätzliche Erkenntnisse vermitteln, wie Du helfen kannst.
5. Versuche nicht, die Gefühle Deines Bruders abzuschwächen, indem Du seine Sicht der Welt bestreitest oder ihn daran erinnerst, dass es andere gibt, die ernstere Probleme haben. Für diejenigen von uns, die noch nie eine klinische Depression durchgemacht haben, ist der überwältigende Charakter dieser Krankheit schwer zu verstehen.
6. Finde Gelegenheiten, in denen Dein Bruder weniger depressiv zu sein scheint. Baue auf diesen Gelegenheiten auf. Wenn er beispielsweise Sport liebt, dann schlag ihm vor, mit ihm zu einem Spiel zu gehen oder Sport im Fernsehen anzuschauen.
7. Depressive Personen fühlen sich häufig kraftlos und außer Kontrolle. Dies trifft auch auf diejenigen mit fortschreitenden Krankheiten wie CF zu. Durch Deine Hilfe, Bereiche zu finden, in denen Dein Bruder Kraft und Auswahl hat, kann ihm helfen, sich weniger verletzlich zu fühlen.
8. Falls Du Zugang zum Arzt Deines Bruders hast und/oder in Verbindung mit ihm stehst, kannst Du in Erwägung ziehen ihn/sie anzurufen um Deine Bedenken zu äußern. Falls Du dies tust, möchtest Du vielleicht, dass Dein Bruder es weiß.
Depressionen betreffen nicht nur diejenigen, die sie erfahren sondern auch jene, die sich um sie kümmern. Verstehe den Stress, den die Krankheit Deines Bruders Dir und Deiner Familie zufügt und ergreife Maßnahmen, Dich auch um Dich selbst zu kümmern.
Dein Bruder hat Glück eine liebende Schwester wie Dich zu haben. Ich wünsche Euch alles Gute und hoffe, dass meine Antwort hilft.
Eileen Widerman, PhD, MSW
Leitende Dozentin
Temple Universität
Philadelphia
Psychosoziale Beraterin, CFW
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