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Wissenschaftlich/medizinische
Thematik:
Während der letzten Jahrzehnte wurden Hunderte von neuen Molekülen entwickelt, die über eine therapeutische Wirkung auf verschiedene Krankheiten verfügen. Dies geschieht in einer Anzahl von Ländern und alle diese Forschungen haben ein gemeinsames Element: nämlich die strikte Überwachung der wissenschaftlichen Methoden und die Einhaltung der nicht weniger strikten ethischen und gesetzlichen Systeme. Diese Erfordernis, sich an strikt ethische und gesetzliche Systeme zu halten ist möglicherweise der Grund, warum nur eine unter 5000 neu entwickelten Molekülen wirklich auf den Markt kommt. Diese Molekülen oder neue Wirkstoffen, die auf den Markt kommen, erreichen dies möglicherweise nach zwölf Jahren Forschungsarbeit. Dieser ausgedehnte Testzeitraum ist notwendig, um die Qualität und Sicherheit des Endproduktes abzusichern. Methodologische Aspekte: Ziele der Phase 0 (vorklinisch): 2) Sub-akute und chronische Toxizität: Bei sub-akut (nicht sehr häufig verlaufendem) wird die Wirkstoff während eines Zeitraums von einem bis drei Monaten verabreicht. Die minimale toxische Dosis, die maximal tolerierte Dosis und das Phänomen der Toleranz und der Anreicherung in dem Gewebe der Tiere werden untersucht. Die Untersuchung der chronischen Toxizität bedingen Untersuchungen von einer Dauer über drei bis sechs Monate oder länger. 3) Untersuchungen von Fortpflanzungsvorgängen
der Gattungen werten die potentielle Toxizität auf Fertilität,
Schwangerschaft und Teratogenese (die Entstehung von Fehlbildungen oder
Mutationen an Kindern, die von Eltern geboren wurden, die eine bestimmte
Wirkstoff einnehmen, zum Beispiel Thalidomid) . Die Auswertung der potentiellen
Teratogenese und des Mutationseffektes wird normalerweise untersucht
durch Verabreichung der Wirkstoff während der Lebensdauer des Laborversuchstieres. Klinische Phase und Ziele:
Phase II: Diese Phase wird mit Freiwilligen ausgeführt, die an dem Leiden erkrankt sind, für welches die Wirkstoff entwickelt wurde. Die Gruppe kann von 200 bis 500 Freiwillige umfassen. Das Ziel, das mit dieser Phase verfolgt wird, ist die Auswertung der gewählten Dosis, des Verhaltens der Wirkstoff in kranken Personen und die Effektivität der Wirkstoff, die Krankheit zu lindern oder zu heilen. Diese Phase beginnt normalerweise mit internationalen Untersuchungen, vorgenommen in vielen verschiedenen Gesundheitszentren weltweit, bedingt durch die große Anzahl von Patienten, die für diese Versuche benötigt werden, um die Wirkstoff entsprechend zu testen und die erforderliche Auswertung der Wirkstoff an verschiedenen Rassen und Kulturen vorzunehmen. Phase III: Dies ist der Punkt, an welchem die Forscher
daran gehen, die therapeutische Effektivität und die Sicherheit
der neuen Wirkstoff im Vergleich zu den gegenwärtig verfügbaren
Therapien für diese Krankheit festzulegen. Die Durchführung
der Phase III erfolgt unter Rekrutierung von bis zu 10.000 freiwilligen
Patienten weltweit mit strikten Auswahlkriterien. Oft werden die Patienten
zufällig eingeordnet auf zwei oder drei Behandlungsauslegungen,
d.h. eine mit der neuen Wirkstoff, eine mit einer existierenden Wirkstoff und
eine unter Anwendung einer „vorgetäuschten Wirkstoff“ oder
Placebo.
Phase IV: Diese Untersuchungen werden durchgeführt, nachdem die Wirkstoff eingeschrieben und verkauft wurde, um die Auswertung der langfristigen Sicherheit in großen Bevölkerungsschichten auszuwerten. Dieses gesamte Forschungsprogramm von klinischen Versuchen unterliegt einer sehr strikten Verfolgung der angewandten Methoden für die Durchführung der Untersuchung, so dass die Freiwilligen kein unnötiges Risiko eingehen, dass sie verstehen, dass sie jederzeit zurücktreten können und das ihre Rechte und Intimsphäre geschützt wurden. Zusätzlich sichert eine sorgfältige Überwachung der Ergebnisse für die Patienten, dass verlässliche Ergebnisse durch die Untersuchungen erreicht wurden. Gesetzliche Aspekte:
Wie bereits vorher erwähnt, werden die Untersuchungen mit grossen
Gruppen (Phase II und III) in einer Anzahl von verschiedenen Ländern
durchgeführt, von denen viele über keine lokalen gesetzlichen
Vorschriften für diese Aktivitäten verfügen. Daraus entstand
die Entwicklung von, und das Einverständnis zu, strikten Parametern,
so dass die Normen für die Durchführung die gleiche für
alle teilnehmenden Länder ist. Um das Ergebnis sicher zu stellen,
traf im Jahr 1996 eine Gruppe von Experten in Vertretung der Aufsichtsbehörden
und der Pharma-Forschungsgesellschaften zusammen. Unter Anwendung der
Prinzipien der Good Clinical Practices (GCP) (guten klinischen Praxis)
der teilnehmenden Länder als Grundlinie, wurde die International
Conference of Harmonisation (ICH) (Internationale Konferenz für
Harmonisierung) gegründet.
Die Teilnehmerländer an dem ursprünglichen Treffen waren
die USA, Japan und verschiedene Vertretungen der Europäischen Union
(EU). Die ausgearbeitete Unterlage kann als Richtschnur für die
Durchführung von klinischen Untersuchungen verwendet werden. Sie
wird als eine internationale Ethiknorm mit klaren Richtlinien für
die Auslegung, die Führung, die Aufzeichnung und den Bericht von
Forschungsuntersuchungen an Menschen betrachtet. Die Einhaltung dieser
Norm verleiht eine öffentliche Garantie, dass die Rechte, die Sicherheit
und das Wohlergehen der untersuchten Personen geschützt wurden,
und dass die Daten glaubwürdig sind. Einige Länder verfügen über geeignete Behörden in Übereinstimmung mit ICH, die den Aufbau und die Durchführung der klinischen Untersuchungen erleichtern. Argentinien, Brasilien, Mexiko, Peru, Venezuela, Chile und Costa Rica sind einige der Länder, die normalerweise an den Untersuchungen teilnehmen. Die Zielsetzung eines Großteils der Untersuchungen, die in diesen Gebieten vorgenommen werden, ist nicht die Registrierung des Erzeugnisses in diesem Land, sondern eher die dort erhaltenen Daten zu denjenigen, die bei den Europäischen und Nordamerikanischen Agenturen eingereicht werden, hinzuzufügen. Wenn das Erzeugnis erst einmal die Vertriebsgenehmigung für diese Länder erhalten hat, können die Erzeugnisse auch in den entsprechenden Ländern eingetragen und verkauft werden, in Übereinstimmung mit den Vorschriften des jeweiligen Landes. Argentinische Erfahrung
Der Besitz von Verordnungen von internationalem Standard hat die Anzahl der klinischen Untersuchungen, die in dem Land ausgeführt werden, beachtlich erhöht. Im Jahr 1994 wurden 64 Untersuchungen durchgeführt, und im Jahr 2002 wurden fast 200 unternommen. Fast 95 % der Untersuchungen waren Phase III klinische Versuche und sie wurden größtenteils von multinationalen Pharma-Konzernen gesponsert. Eine besondere charakteristische Eigenschaft der ANMAT besteht darin, dass sie die einzige Agentur in Lateinamerika ist, die Inspektionen in Forschungszentren vornimmt. Dies besagt, dass sie nicht nur die Durchführbarkeit des Projektes auswertet, sondern auch dessen Implementierung. Die Inspektionen begannen im Jahr 1997 und bis jetzt wurden über 200 durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualität der Untersuchungen mit denjenigen der Länder mit Einhaltung der Anforderungen von ICH vergleichbar ist. Omar Pivetta M.D. Anmerkungen des Herausgebers: Dieser Artikel ist von besonderem Interesse für die Leser des CFW-Newsletter, da die relativ schnell mögliche Verfolgung von klinischen Drogenversuchen in Entwicklungsländern die Verfügbarkeit von neuen Wirkstoffen für die Behandlung von CF schneller als sonst möglich, als Ergebnis bringen kann.
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