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CONFERENCE REVIEW
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Neue Horizonte: Behandlung von Körper, Geist und Seele. Die Cystic Fibrosis Research, Inc. hält ihre 18. jährliche Konferenz ab
Von Georgia Brown

Die Cystic Fibrosis Research, Inc. (CFRI) feierte ihre 30-jährige Aktivität in den Bereichen Forschung, Aufklärung und Betreuung durch Unterstützung von CF-Patienten bei deren Umgang mit ihrer psychischen und physischen Gesundheit außerhalb der normalen CF-Behandlung. Die United States Cystic Fibrosis Association (USACFA) unterstützte die Veranstaltung, die vom 5. bis zum 7. August 2005 in Redwood City, Kalifornien, stattfand, als Co-Sponsor.

Auf der CFRI-Konferenz wurden die neuesten Forschungsergebnisse sowie Informationen bezüglich der Behandlung von Patienten mit Mukoviszidose (PWCF) und über Leistungen für diese und ihre Familien und Betreuer bekannt gegeben. In Vorträgen und Workshops wurden Informationen darüber vermittelt, wie man zur Verbesserung des Zustands von Körper, Geist und Seele von Patienten mit Mukoviszidose (PWCF) beitragen kann. Auf der Website der CFRI, www.cfri.org, können Sie nachlesen, was zum Kauf von Aufzeichnungen der einzelnen Teilveranstaltungen nötig ist. Deren Newsletter, der auf der Website im PDF-Format erhältlich ist, liefert einen Überblick über die einzelnen Vorträge. Mitglieder der USACFA die an der Veranstaltung teilgenommen hatten, haben Beiträge über ihre Beobachtungen und Erfahrungen für den CF-Roundtable-Newsletter (www.cfroundtable.com) verfasst.

Obwohl die CFRI auf ihren Konferenzen mit vielen medizinischen Informationen aufwartet, bietet sich für Teilnehmer trotzdem die Möglichkeit, Fokus- und Selbsthilfegruppen zu besuchen. Angebotene Gruppendiskussionen beschäftigen sich mit Themen wie z.B. Transplantation, Adoption und Kindererziehung, Ausbildung, Arbeit und anderen Aspekten, die das Leben von Mukoviszidose-Patienten beeinflussen.

Adult Support Group
Georgia Brown

Dr. Ran D. Anbar, Professor für Kinderheilkunde und Medizin an der SUNY Upstate Medical University in Syracuse, erörterte die Meditation sowie deren Anwendbarkeit bei der Behandlung von Mukoviszidose. Dr. Anbar, der auch Leiter des CF-Zentrums in Syracuse ist, beschäftigt sich seit sieben Jahren mit der Schlaftherapie. Während viele Menschen Hypnose mit einer Peinlichkeit vor Publikum bei einer Comedy-Show gleichsetzen, ist die Hypnose, Dr. Anbar zufolge, ein normaler Geisteszustand. Die American Medical Association erkannte „Hypnose“ 1958 als medizinischen Fachbegriff und somit den medizinischen Nutzen der Hypnose an.

Dr. Anbar erlernte Selbsthypnose-Techniken und wendet diese in großem Umfang bei seinen Mukoviszidose-Patienten an. Wachträume, bei denen man von den banalen Dingen des Alltags abschaltet und sich auf Interessanteres konzentriert, werden als Selbsthypnose betrachtet. Falls Sie jemals irgendwo hingefahren sind und ihr Ziel erreicht haben ohne sich großartig an die eigentliche Reise erinnern zu können, haben Sie die Selbsthypnose an sich erfahren.

Dr. Anbar bringt seinen Patienten bei, wie sie diesen veränderten Bewusstseinszustand zu ihrem Vorteil nutzen können. Seine Patienten wenden die Selbsthypnose zur Entspannung sowie zum Umgang mit den Schmerzen an. Er zeigte ein Video, das die verschiedenen von ihm bei der Behandlung angewandten Methoden beschreibt und leitete anschließend einen Selbsthypnose-Workshop. Mukoviszidose-Patienten die diese Methode anwenden, müssen ein Verlangen nach den Vorteilen wie z.B. dem Meistern der Krankheit, dem Übernehmen einer aktiven Rolle beim Umgang mit dieser sowie nach einer Methode zur Förderung der Eigenständigkeit bei gleichzeitigem Aufbau des Selbstwertgefühls verspüren. Dr. Anbar betonte, dass die Selbsthypnose nur dann funktioniert, wenn jemand dies wirklich will. Andernfalls wäre sie sinnlos.

Dr. Julie Desch, Vorsitzende und Gründerin von New Day Wellness, erörterte die körperliche Betätigung und deren Bedeutung für Menschen mit Mukoviszidose. Dr. Desch, die selbst an Mukoviszidose leidet, hielt einen Vortrag mit dem Titel: „Gut leben mit Mukoviszidose – Fitness und eine gesunde Lebensführung“. Sie ist eine Verfechterin gesunder Ernährung, regelmäßigen Ausgleichssports, der Gewichtskontrolle sowie des Stressmanagements für Personen mit Mukoviszidose. Sie beteuert, dass eine ausgewogene Energiebilanz sich auf unsere Gesundheit auswirkt. Es ist wichtig chronisch gesund (positive Energie) statt chronisch krank (negative Energie) zu sein. Eine Möglichkeit gesund zu werden ist die regelmäßige körperliche Betätigung. Untenstehend sind einige der Vorteile augelistet, die sich für Mukoviszidose-Patienten aus der körperlichen Betätigung ergeben:

• Verbesserung der Atmung
• Verringerung der Angst
• Geringere Ermüdung
• Verbesserte Lebensqualität
• Niedrigerer Ruhepuls
• Erhöhte Energie
• Besserer Schlaf
• Verbesserter Abtransport des Schleims (körperliche Betätigung veranlasst zum Husten)

Des Weiteren wurde das FITT-Prinzip erläutert – ein Trainingsprogramm, das die Kontrolle der Häufigkeit des Trainings, der Intensität der Übung, der Art der Aktivität sowie der auf die Aktivität verwendeten Zeit umfasst. Als förderlich nannte Sie Aktivitäten wie z.B. Yoga, Tai Chi, Hanteln, Gymnastikball und Resistance-Tubes. Bei Ausübung dieser Aktivitäten zu Hause vermeiden Sie Bakterien, die in Fitnessstudios und Trainingshallen zu finden sind.

Es muss hervorgehoben werden, dass aufgrund zu weniger Untersuchungen zur Messung der Ergebnisse von Ausgleichssport nicht genügend Daten über die Vorteile körperlicher Betätigung von Mukoviszidose-Patienten vorliegen. Nichtsdestotrotz ziehen Menschen mit und ohne Mukoviszidose den gleichen Nutzen aus körperlicher Betätigung, nämlich ein gesteigertes Wohlbefinden.

Wenn Sie an den auf der Konferenz dargebotenen Informationen interessiert sind, kann ich Ihnen einen Besuch der CFRI-Website nur wärmstens empfehlen.

Georgia Brown ist 35 Jahre alt und leidet selbst an Mukoviszidose. Sie lebt in Ohio, USA. Sie hat den Bachelor- und den Masterabschluss der Kommunikationswissenschaften erworben. In ihrer Freizeit arbeitet sie ehrenamtlich für CF-Organisationen, führt Untersuchungen durch und nimmt an CF-Konferenzen teil, um mehr über die Behandlung der Krankheit zu erfahren und Informationen mit anderen von der Mukoviszidose betroffenen Menschen auszutauschen. Darüber hinaus reist sie gerne, beschäftigt sich mit Sammelalben und treibt Sport.

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Article translated by: Manuela Junghans
Contact: manuela_junghans@web.de
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